Infektiöse Bursitis, Meldepflicht, Birnavirus
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Birnavirus (Infektiöse-Bursitisvirus)
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Meldepflicht
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Serotyp 1 pathogen: mild, intermediärvirulent, intermediate plus, klassisch virulent, hoch-virulent
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auch aviäre Nephrose genannt, auffällige Nierenveränderungen
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akut oder subklinische Krankheit mit Immunsuppression und Sekundärerregern
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horizontale Übertragung über andere Tiere, Einstreu, Personal, Schadnager und Insekten
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keine Hinweise auf vertikale Übertragung
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zyklische Infektionskrankheit
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kurze Inkubationszeit von 18 Stunden bis 3 Tagen bei Jungtieren zwischen 3. und 12. LW
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jüngere Tiere zeigen meist keine klinischen Symptome, entwickeln aber eine schwere und langanhaltende Immunsuppression
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Klinik: Apathie, Festliegen, Todesfälle um den 5.-7. Tag, Morbidität 80-100%, Mortalität 5-100% je nach Virulenz
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variante Stämme: kaum klinische Symptome, Bursaläsionen, wässrigem, grünlich-weißem Durchfall
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Pathologie: deutliches Bursaödem nach 3-4 Tagen, überzogen von gelartiger Schicht (pathognomonisch)
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anfängliche Vergrößerung der Bursa, welche an Tag 7 in eine Atrophie übergeht
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Bursa cloacalis: streifig, derb, gelblich, kann hämorrhagisch sein
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gelegentlich: Blutungen in der Muskulatur und Unterhaut, Milzmarmorierung und Vergrößerung, Nieren geschwollen
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Histologisch: nekrotische und apoptotische Veränderungen an der Bursa und anderen lymphatischen Organen, Depletion der B-Zellen mit Verlust der Bursafollikeln, Infiltration mit heterophilen Granulozyten und Makrophagen
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in subakuter und chronischer Phase: Zystenbildung in der Bursa, interfollikulären bindegewebigem Ersatzgewebe
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wenige Stunden nach Infektion ist das Virus in Makrophagen und den lymphoiden Zellen des Darms
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geht über Pfortader in die Leber, danach Virämie in die Bursa cloacalis (24 Stunden)
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rasante Vermehrung, zweite Virämie in andere lymphatische Organe, Leber und Nieren
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Hauptzielzellen: proliferierende B-Zellen, Makrophagen
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Anzucht nicht-attenuierter Feldviren in Hühnerembryofibroblasten
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im embryonierten Hühnerei in der Chorioallantoismembran
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molekularbiologisch über RT-PCR, qRT-PCR, RT-LAMP
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eindeutige Zuordnung der Viren zu bestimmten Pathotypen nur im Tierversuch möglich
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Bestimmung des AK Status beim Küken zum Bestimmen des günstigen Impfzeitpunkts
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hohe Tenazität
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Prophylaxe durch Vakzination
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Elterntiere ausschließlich mit Lebendimpfstoff, um maternale AK weiterzugeben und Nachkommen werden mit 2-3 Wochen geimpft
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Inaktivierte Impfstoffe für Booster um länger hohe AK-Level zu behalten
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in-ovo-Vakzination mit Immunkomplexvakzinen ist Alternative zur Verabreichung über Trinkwasser
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